Verstehe die Bibel als eine untrennbare Einheit. Entdecke die Torah im Licht des Messias und löse die scheinbaren Widersprüche des Apostels Paulus auf.
"Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen..." – Matthäus 5:17
Die verborgene Spannung lösen
Viele Gläubige leben heute in einer tiefen theologischen Spannung.
Wir lieben den Gott Israels von ganzem Herzen, doch gleichzeitig wurde
uns oft gelehrt, dass seine ewigen Weisungen – die Tora – am Kreuz
abgeschafft, durch das Evangelium ersetzt oder als „rein jüdisches Erbe“
für uns bedeutungslos seien. Man hat uns beigebracht, zwischen einem
„Gott des Gesetzes“ und einem „Gott der Gnade“ zu unterscheiden,
als hätte der Schöpfer mitten in der Heilsgeschichte seinen Charakter verändert.
Doch die Schrift selbst lässt keinen Raum für eine solche Trennung.
Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Wenn sein Wesen vollkommen ist,
dann sind es auch seine Maßstäbe für Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Sein Wort ist kein Flickenteppich aus alten und neuen Ideen, sondern ein harmonisches Ganzes.
„Ich, der HERR, wandle mich nicht.“ (Maleachi 3,6)
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Gottes unveränderliche Maßstäbe als Kompass. Wir entlarven den Irrtum der Ersatztheologie und lernen, alles allein an der Autorität der Schrift zu prüfen.
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Das griechische Wort telos bedeutet primär „Ziel“, „Zweck“ oder „Vollendung“ (wie das Ziel eines Laufs). Christus ist das Ziel, auf das die Torah hinweist. Hätte Paulus gemeint, das Gesetz sei zeitlich beendet, stünde dies im direkten Widerspruch zu Jesu eigener Aussage: „Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen“ (Matthäus 5,18).
Paulus spricht hier vom „Gesetz der Gebote in Satzungen“. Er meint damit nicht Gottes heilige Weisungen, sondern die menschengemachten, religiösen Dekrete und Barrieren, die eine „Zwischenwand der Umzäunung“ zwischen Juden und Heiden bildeten. Jesus beseitigte diese Feindschaft, aber nicht Gottes ewige Maßstäbe.
Paulus sagt, dass alles gut ist, was "durch das Wort Gottes und Gebet geheiligt" ist. Das Wort Gottes (3. Mose 11) definiert, was überhaupt als Speise gilt. Ein unreines Tier wurde nie als Nahrung definiert und kann daher auch nicht durch Gebet dazu gemacht werden.
Ja, absolut! Doch der "Fluch des Gesetzes" ist nicht das Gesetz selbst, sondern die Konsequenz des Ungehorsams: die Todesstrafe. Jesus hat diesen Fluch (unsere Strafe) für uns getragen. Befreit von der Strafe, können wir nun durch den Geist Gottes so leben, wie es dem Geber des Gesetzes gefällt – aus Liebe, nicht um uns die Rettung zu verdienen.